Kein Tag ohne IT Probleme…

Ein moderner Büroangestellter hat es heutzutage nicht einfach. Die Anforderungen steigen täglich und gleichzeitig versuchen Unternehmen, das Leben von Büroangestellten durch Technologie einfacher zu gestalten. Oft werden dabei aber neue Hürden geschaffen, die es früher gar nicht gab.

Jeder soll mit dem eigenen Gerät arbeiten können. Cloud-Systeme werden installiert. Virtuelle Server spriessen aus allen Ecken. Gleichzeitig fürchtet man sich vor Hackerangriffen und führt zusätzliche Sicherheitsebenen ein. Das wiederum bedeutet, dass die ganze IT Umgebung nochmals sensibler wird und der normale Büroangestellte mit neuen Problemen konfrontiert wird.

Oft wird auch mit externen IT-Dienstleistern zusammengearbeitet, weil man im eigenen Unternehmen das entsprechende Know-how für die heutigen IT-Systeme nicht mehr hat. Dies führt aber leider zu einer Abhängigkeit und manchmal zu massiven Verzögerungen.

Nachfolgend ein paar Beispiele wie komplexe IT-Infrastrukturen unseren Alltag beeinflussen können:

  • Beim IT-Dienstleister ein Ticket erstellen und sehnsüchtig auf Hilfe warten
  • Warten bis eine Datei geladen ist, damit man das Vorschaubild anschauen kann, um es in ein anderes System zu laden
  • Windows beim Aufstarten zuschauen
  • Versuchen sich mit dem Monitor im Sitzungszimmer zu verbinden
  • Versuchen auf den Server im Sitzungszimmer zuzugreifen, um die Präsentation zu starten
  • Dem Gast erklären, dass er sich nicht ins WLAN einloggen kann, weil man vergessen hat, ein temporäres Passwort bei der Administration anzufordern
  • Die Stille ertragen, wenn bei einem Go2Meeting der Server ausfällt und man darauf wartet, dass wieder alle online sind
  • Warten auf das Update vom Smartphone
  • Warten auf das Update vom Laptop
  • Warten auf das Update vom Tablet
  • Warten auf das Update der Smartwatch
  • Den Kollegen anrufen, weil man den smarten Büroschlüssel nicht mit in die Mittagspause genommen hat und nun nicht mehr ins Büro reinkommt
  • Das Zeiterfassungssystem berechnet automatisch Pausen und zieht diese eigenständig ab
  • Dateien auf einen USB-Stick laden, obwohl das Geschäft eine Cloud hat, die aber gerade wegen Netzwerkproblemen nicht erreichbar ist

Grundsätzlich fällt auf, dass wir einen Grossteil unserer Bürozeit mit Warten verbringen und ich behaupte jetzt einfach mal, dass es im privaten Leben nicht viel anders aussieht.

Dies merke ich ja nur schon beim Einkaufen. Da wartet man, bis eine der wenigen Selbstbedienungskassen frei wird. Und wehe man kauft sich noch eine Flasche Wein, dann muss man zuerst einmal bestätigen, dass man dies auch darf. Oder ein anderes Beispiel: Beim Zahlen in der Restaurant, kann ich nicht mit der Postkarte (ein Problem vor allem in der Schweiz) bezahlen. Habe aber keine EC-Karte einer anderen Bank und will meine Kreditkarte nicht verwenden, so muss ich wieder auf das gute alte Bargeld zurückgreifen. Immerhin nehmen sie Bargeld an und ich bin nicht gezwungen die Kreditkarte zu benutzen oder gar ein paar Bitcoins zu schürfen.

Neue Technologie schafft Vorsprung, irgendwann…

Ich bin absolut dafür, dass wir uns mit neuer Technologie auseinandersetzen und diese auch in unseren Alltag integrieren und ausprobieren. Jedoch sind es oft nicht die neusten Technologien, welche es dem heutigen Büroangestellten schwer machen, produktiv zu sein. Oft sind es Technologien die es schon länger gibt, wie zum Beispiel das WLAN. Offenbar gibt es diese Technologie schon seit 1969, aber natürlich noch in den Kinderschuhen. So richtig intensiv nutzen wir sie seit ca. 1999 (Mehr dazu im Artikel von Praxistipps.chip.de).

Wir nutzen also diese Technologie schon seit mehr als 20 Jahren, aber dennoch bringt sie mich immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Plötzlich funktioniert die Verbindung nicht mehr – oft ist eine Überlastung schuld. Oder ich habe gar keinen Zugriff – dann ist der Router ausgefallen. Sie mögen es auch gar nicht, wenn zu viele von ihnen einen Raum teilen müssen – aber wer mag das schon. Dies ist schon fast ein menschlicher Charakterzug vom WLAN. Auch muss ich mich oft an Flughäfen mit einem kümmerlichen WLAN begnügen, welches mich an unser erstes 56K-Modem zu Hause erinnert. Da frage ich mich doch schon, warum ein internationaler Flughafen nicht einfach super schnelles WLAN anbieten kann, schliesslich hatte ich auch in einem afrikanischen Camp sehr guten Empfang.

Aber der kabellose Empfang ist nur eines von vielen Beispielen. Viele Unternehmen wollen alles gleichzeitig machen und verzetteln sich so in einem Wirrwarr aus Technologien, die eingesetzt werden sollen. Hier sollte man der IT-Abteilung die nötige Zeit und auch das nötige Budget geben, um eine funktionierende Infrastruktur zu erstellen. Denn dies hätte wiederum den wunderbaren Nebeneffekt, dass sich die Büroangestellten darüber freuen könnten, dass sie in einer alltagstauglichen Umgebung arbeiten dürften.

Weniger ist Mehr

Unternehmen sollten den Mut aufbringen, Projekte gnadenlos zu priorisieren und die ganze Kraft auf einzelne Projekte zu fokussieren. Klar können unternehmensweit mehrere Projekte gleichzeitig in verschiedenen Abteilungen angestossen werden, aber innerhalb einer Abteilung sollte der Fokus auf möglichst wenig grosse Projekte gelegt werden. Leider trifft man es oft an, dass Mitarbeiter dazu angehalten werden, mehrere aufwändige Projekte gleichzeitig zu führen und man fragt sich am Schluss, warum die Projekte keine herausragende Performance zeigen.

Quellen:

https://praxistipps.chip.de/seit-wann-gibt-es-wlan-entstehungsgeschichte-im-ueberblick_101111

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