Demokratie bremst Innovation

Wenn man sich ein bisschen umhört und schaut, was für Technologien wir zurzeit alles zur Verfügung haben, dann denkt man sich doch, warum leben wir immer noch so wie im 20. Jahrhundert?

Für mich ist die Antwort mehr oder weniger klar. Sie mag nicht jedem passen, aber zum Glück leben wir ja in meiner Antwort und da ist Meinungsfreiheit nun mal ein Grundrecht 😉

Gemeinsam bremsen

Demokratie ist der Bremsklotz der Innovation. Denn innovative gesellschaftliche Entwicklung setzt voraus, dass wir mutige Entscheidungen treffen und uns bewusst sind, dass diese evtl. nicht das gewünschte Ergebnis nach sich ziehen. Genau hier liegt auch das Problem der Demokratie, denn sie räumt jedem ein Mitspracherecht ein und so hindert sie uns daran eine rasante Entwicklung zu durchschreiten. Ich bestreite nicht, dass genau dieser Umstand auch seine guten Seiten hat, aber es ist und bleibt der Bremsklotz, der uns immer noch so leben lässt wie wir es im 20. Jahrhundert gemacht haben. Oder habt Ihr das Gefühl, dass wir uns in den rund 17 Jahren des 21. Jahrhunderts rasant weiterentwickelt haben?

Die Erfindung des Internets kann man vielleicht noch als Innovation bezeichnen, weil sie der Globalisierung eine ganz neue Seite gegeben hat und es den Menschen ermöglicht, sich miteinander zu verknüpfen. Aber Social Media als Kind des Internets, ist doch wirklich nur wieder eine andere Art sozialer Beschäftigung, wie es früher die Gladiatorenkämpfe in Rom waren.

Als Gesellschaft haben wir uns ja nicht wirklich weiterentwickelt. Das Schulsystem ist immer noch das Gleiche wie vor 30, 40 oder 2000 Jahren als die griechischen Philosophen den Frontalunterricht entwickelten. Warum hindern wir Kinder daran ihre Kreativität und Neugier auszuleben und weiterzuentwickeln? Naja, irgendjemand muss ja schliesslich den neuen 9-to-5 Job der Zukunft machen.

Wie uns Innovation verkauft wird

Es gibt zum Glück immer wieder neue Konzepte von Arbeitsmodellen, die uns effizienter, produktiver, ja sogar glücklicher machen sollen. Home-Office, Teilzeitarbeit oder Google Offices (also Büros aus denen der Arbeitende möglichst nicht mehr raus soll). Ist das Innovativ? Oder einfach eine Methode, um die Arbeitenden bei der Stange zu halten, denn grundsätzlich arbeiten die meisten doch mehr als früher und nicht weniger. Innovation würde für mich bedeuten, dass es keine Arbeit mehr gibt! Digitalisiert, Automatisiert, einfach alles! Doch was macht dann der Mensch, der bisher in der Arbeit seine Bestätigung gesucht hat?

Vielleicht geht er auf Reisen, entdeckt die Welt und nutzt dazu die modernen Transportmittel wie Auto, Flugzeug, Schiff oder die Bahn. Elektroautos sind zwar gerade stark im Kommen, aber die Technologie ist ja auch bereits über 100 Jahre alt und wir erhalten einfach eine aufgewärmte Suppe. Und um wieder zur Demokratie zurückzukommen, selbst, wenn wir die aufgewärmte Speise gerne geniessen möchten, legt uns die Demokratie Steine in den Weg. Denn Demokratie ist zum Teil halt Fossil. Aber eben auch Grün. Und Rechts, oder doch Links? Na, dann halt Mitte. Demokratie ist halt alles und deshalb nichts.

Wenn wir dann vom Reisen müde sind und uns in unseren 4 Wänden ausruhen, dann machen wir das mehr oder weniger genauso, wie unsere Vorfahren. Anstelle in einem kleinen Haus, sitzen wir einfach in unserem modernen, innovativen Loft und versuchen uns vom Stress des Lebens zu erholen. Nur ist Erholung schwierig, wenn Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und WC ein Raum sind. Aber wir wollten ja ein innovatives Wohnkonzept. Innovativ für mich wäre, wenn wir Wohnräume/Lebensräume haben, die sich nahtlos in die Natur einfügen, mit ihr verschmelzen und wir uns nicht als Parasit verhalten, sondern eine Symbiose mit der Natur eingehen würden.

Wo geht die Reise hin?

Wagen wir mal einen Blick in die Zukunft, was hält uns das Leben für die nächsten Jahrzehnte bereit.

Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird unsere Welt weiter digitalisiert. Immer mehr Dokumente und Dateien wandern in die Cloud und persönlicher Speicherplatz wird überflüssig. Smartphones werden kaum mehr Speicherkarten benötigen. Die Mitarbeiter an den Kassen werden grösstenteils durch Self-Scanning Kassen ersetzt sein oder wenn es nach Amazon geht, müssen wir nicht mal mehr die Ware einscannen, sondern laufen einfach aus dem Laden raus und der Betrag wird automatisch verbucht.

Innerhalb von 10 Jahren wird Bargeld seinen Stellenwert fast ganz verloren haben. Alles setzt auf das bargeldlose Bezahlen, denn es wird immer einfacher/verständlicher werden und immer mehr Leute haben Zugang zu solchen Lösungen. Elektroautos werden bei jedem Autohersteller Teil der Produktpalette sein und die Preise senken sich immer weiter. Jedermann kann sich nun ein Elektroauto leisten.

Innerhalb von 15 Jahren werden wir auf den Autobahnen nicht mehr hinter dem Steuer sitzen müssen, denn autonomes Fahren wird so weit verbreitet sein, dass es sicherer ist den Computer das Auto lenken zu lassen als selber zu fahren. Augmented Reality wird ein relevanter Teil unseres Alltags eingenommen haben. Mit neuartigen Smartphones, Brillen, Kontaktlinsen oder Chipimplantaten werden wir Zugang zu Informationen haben, die nur virtuell existieren, aber als Teil unseres realen Lebens erscheinen.

Also für mich hört sich das alles doch gar nicht so schlecht an, aber irgendwie vermisse ich immer noch die nächste grosse Innovation, denn ich habe doch stark die Befürchtung, dass ein Grossteil von uns in 15 Jahren immer noch in einem 9-to-5 Job festhängen und sich von sozialen Medien berieseln lassen.

Wie seht Ihr die Zukunft?

 

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5 Gedanken zu “Demokratie bremst Innovation

  1. Die Zukunft wir die Überwachung des einzelnen sein. Der Mensch kann nichts mehr machen ohne das die Daten gespeichert werden. Ohne das es jemand überprüfen, überwachen und ggf lenken kann. Und er Mensch wird nicht erkennen, wie er gelenkt wird.

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  2. Hallo Lars, danke für Deinen Kommentar. Dein Szenario ist zum Teil ja bereits Wirklichkeit, v.a. in der Werbung und ich denke auch in der Politik kommen Analysen von gespeicherten, persönlichen Daten schon heute zur Anwendung. Auch wenn man sich dessen bewusst ist, ist es schwierig dies zu unterbinden. Der komplette Verlust der Privatsphäre ist sicher eine der grössten Gefahren der Zukunft. Bin gespannt wohin die Reise geht.

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